So ganz gelingt es dem ARMA 3 Deathmatch-Modus nicht klassisch zu sein, zum Glück übrigens. Anstelle von vordesignten Arena-Maps ist die Community gefragt und erstellt teils anspruchsvolle und weitläufige sowie auch kleine und kompakte Deathmatch-Szenarien. In regelmäßig unregelmäßigen Abständen werden hier interessante ARMA 3 Deathmatch-Maps vorgestellt, wobei meine Favoriten stets die immersiven Deathmatch-Szenarien sind, die abseits des reinen Krawumms gespielt werden können. Zur Orientierung: In diesem Beitrag erscheinen die aktuellen Maps oben. Sollte mir etwas entgehen, bitte ich um Kommentare und reiche gerne interessante ARMA 3 Deathmatch-Maps nach. Wenn ihr eines der hier vorgestellten Deathmatches spielen wollt, es aber nicht findet, dann filtert am Besten in der Multiplayer-Serversuche nach Deathmatch und sollte nun fündig werden – sofern der jeweilige Server nicht offline ist.

King of the Hill (Version 1.5 Beta)

Arma 3 Deathmatch King of the Hill Map

Und alle zieht es ins hart umkämpfte Dorf. Wer unvorsichtig spielt, darf sich ganz fix wieder erneut auf den langen Weg machen.

Eine schöne Variation dieses betagten Deathmatch-Modi bietet weitaus mehr, als der Spieler sonst von Multiplayer-Deathmatches gewohnt ist (außer Battlefield 3). In dieser Map greift eine Fraktion von Westen her das zentral gelegene Dorf an, die andere Fraktion von Osten her. Aufgrund der großen Entfernungen sollten Fahrzeuge genutzt werden oder direkt einer der zahlreichen Helikopter, die am Respawn-Platz in Massen aufgereiht stehen. Letztlich ist es dem Spieler überlassen, wie er King of the Hill spielt.

Arma 3 Deathmatch King of the Hill 1

Immer wieder adrenalingeladen sind die Helikopterflüge. Ausweichmanöver sind eine Kunst für sich und oftmals mehr eine Frage der Geduld als der Geschicklichkeit.

In diesem hochspannenden und epischen ARMA 3 Deathmatch-Modus lohnt es sich als Infanterist ebenso wie als Helikopterpilot anzugreifen. Die Helikoperflüge entwickeln sich mal zu reinen Dogfights oder Spießrutenläufen, wenn man vom Boden aus unter Feuer genommen wird. Ein Tipp: Nicht in der Nähe des Dorfes landen, das überlebt man nicht. Als Rifleman kann man dagegen gar nicht vorsichtig genug vorgehen, gerade wenn der King of Hill erobert werden soll und man ihn nicht verteidigt. Schon aus großer Entfernung ist man Zielscheibe und wenn das Maschinengewehr in einem Helikopter besetzt ist, hilft auch die beste Deckung nichts. Alleine vorweg zu marschieren bringt wenig, am Besten greift man im Verbund an.

Girna Day (Soldiers of Destruction)

Arma 3 Deathmach Girna Day Map

Girna Day ist sehr gut ausbalanciert. Die Wege sind nicht zu weit und Distanzkämpfe ebenso möglich wie Nahkampfgefechte.

Immer wieder bastelt der Soldiers of Destruction-Clan schöne Maps zusammen, wie hier das ARMA 3 Deathmatch-Szenario Girna Day. Das Spielfeld ist angenehm groß – weder zu klein noch zu überdimensioniert – und lässt es dem Spieler frei, ob er per Distanzwaffen über das Tal hinweg die Gegner beschießt oder aber als Fußsoldat sein Glück versucht. Die richtige Kombination führt zum Erfolg, auch wenn es leider oftmals zu egoistisch im Team zugeht – denn gerne wäre man als Infanterist besser durch die Mörser-Kollegen abgesichert.

Arma 3 Deathmach Girna day

An der Artillerie wird nicht gespart, aber wie man sieht hapert es manchmal an der Zielgenauigkeit.

Am Mörser oder mit dem Raketenwerfer im Anschlag wurde es mir schnell langweilig. Die Scharmützel in den unübersichtlichen Waldgebieten waren durchweg spannender, denn neben kaum auszumachenden gegnerischen Soldaten spielt man zwangsweise unfreiwillig mit im Artillerie-Lotto.

Agia Marina Day (Soldiers of Destruction) // DM4 Airbase+Backpack

In Kürze noch zwei weitere Maps, wobei das aus meiner Sicht attraktivere ARMA 3 Deathmatch-Szenario wieder von den Soldiers of Destruction erstellt wurde und das beispielhaft für eine gut gelungene Standardmap steht, von denen es einige gibt, die in den Ort Agia Marina verlegt wurden. Die Grenze zwischen den Fraktionen nimmt in Agia Marina zumeist der trocken gelegte Kanal ein, hier ist immer besondere Vorsicht geboten. Hat man ihn passiert – oder der Gegner zuvor – entstehen spannende Häuserkampfgefechte in engen Gassen und mit relevanten Höhenunterschieden. Hier werden Rambo und auch der scheue Camper glücklich. Die anonyme DM4 Airbase+Backpack-Map habe ich deswegen aufgenommen, weil sie wie alle Airbase-Szenarien nur einen engen Raum einnimmt und damit den klassischen Arena-Deathmatches besonders ähnlich ist. Mein Ding ist es nicht, aber in dieser Map sorgen randvoll gefüllte Rucksäcke mit allerlei feinen Waffen und Items für Spannung. Sofern sie nicht in unmittelbarer Nähe schon von hochgezüchteten und campenden Spielern bewacht werden, was leider zu oft der Fall war. Trotzdem: Als kurzweilige Map ist sie ok, bietet aber nicht ansatzweise (für meinen persönlichen Geschmack) die Dramatik von den oben beschriebenen King of the Hill oder Girna Day-Szenarien.