11 Freunde müsst ihr sein. Ohne Teamwork geht es nicht. Der Star ist die Mannschaft. Das Ego wird hinten angestellt. Ja, so ist es beim Fussball und zum 52Games-Thema Teamwork lege ich die diversen Fifa– und Pro Evolution-Teile schön auf die Seite, denn: Meistens zockt man doch alleine mit seinen elf Spielern. Bei den Manager-Varianten allerdings nicht. Da verfolgt das Team nur die zuvor ausgeklügelte Strategie des Trainer/Managers und abgesehen von ein paar Pseudo-Maßnahmen wie Schneller spielen! auf das Feld zu brüllen, ist mehr an Interaktivität nicht drin.

Mittlerweile sind Fussball Manager nur noch eine Nische, sie haben den Sprung vom PC auf die Konsole zwar halbherzig versucht (Sega´s Football Manager erscheint auch auf der PSP), ihn aber nicht gestanden. Ähnlich wie bei den FIFA- und PES-Games wird es zusehends von Jahr zu Jahr schwieriger, noch wirklich Innovationen umzusetzen. Wobei die Manager vor allem in Sachen Grafik noch mächtig Luft nach oben haben. Und auch der eine oder andere Fake…äh…ich meine wichtiges Spielelement, könnte gerne mit soviel Leben gefüllt werden, dass es relevant wird. Und da sind wir beim Teamwork angelangt und schauen mal auf den aktuellen Fussball Manager 12 aus dem Hause Bright Future bzw. EA. Dort gibt es einige Tools, mit denen wir den Status und die Zufriedenheit der Spieler analysieren und verbessern können. Und dann gibt es das Kriterium Teamwork, das sich meiner Beobachtung nach mehr auf die Eingespieltheit der Truppe bezieht als etwa auf den Teamspirit.

Jaja, das ist der aktuelle Fussball Manager 12 im 3D-Modus. Nicht der von 2007. Aber der sah beinahe genauso aus.

Zumindest meine ich, dass der Teamwork-Wert etwas damit zu tun hat, wie oft und erfolgreich ein Team mit ähnlicher Formation und wenig Rotation auf dem Platz steht. Allerdings: Im Hinterkopf werde ich den Gedanken nicht los, dass es nur Voodoo ist. Auch dafür gibt es viele Belege: Nämlich das meine Mannschaft mit einem hohen Teamwork-Wert auch nicht erfolgreicher spielt als mit einem niedrigeren Wert. Aber: Teamwork ist wichtig für die grundlegende Illusion, dass es sich auch wirklich um ein echtes Team handelt und nicht nur um schmucklose Variablen, die von einem Zufallsgenerator durcheinander gewürfelt werden. Wahrscheinlich ist das mit dem Teamwork nur ein fauler Zauber und meine Pixel-Jungs sind eigentlich scheiß Millionäre. Außer der Reus, den habe ich zu meinem Klub Werder Bremen geholt, weil er nicht nur über fantastische individuelle Werte verfügt, sondern auch ein echter Teamplayer ist. Das ist schon wichtig, dass da einer ist, der den Laden zusammenhält und darauf achtet, dass Leben in der Bude ist. Sonst wird das nichts mit dem Champions League-Sieg. Oder?

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