Hübsch ist sie geworden, die Fortsetzung zu Infinity Blade. Keine Frage, es ist eine Schönheit. Hat eigentlich irgendjemand den ersten Teil WIRKLICH zu Ende gespielt? Also nach der 300sten Inkarnation auch den Endboss dahin geschickt, wo er hingehört? Ich nicht. Dafür war mir das Spielprinzip auf Dauer zu eintönig. Trotzdem: Das Spiel hatte was, das mich lange fesselte – auch wenn es kaum greifbar war. Eine Mischung aus knallharter Fantasy-Atmosphäre gepaart mit dem Reiz, bei der nächsten Reinkarnation JETZT ABER ENDLICH mal den nächsten Halbboss aus dem Weg zu räumen. Und was ist das Besondere an Teil 2?

Bessere Grafik, mehr Bewegungsfreiheit und…da muss ich mal scharf nachdenken… gibt es da noch etwas, zum Beispiel neue Ideen, optimiertes Gameplay und dieses Mal eine nachvollziehbare Story? Nein,  eher nicht. Es ist das gleiche, nur ein bisschen anders – mal hier ein bisschen besser, mal hier nicht vom Original zu unterscheiden. Mal leider eigentlich egal, dass es das Spiel gibt.

Schade eigentlich. Wer Teil 1 nicht kennt, sollte trotzdem zu Teil 2 greifen, weil es noch besser aussieht. Weil es zeigt, wozu iPhone 4S und iPad2 fähig sind, wenn fähige Entwickler am Werke sind. Aber als Spiel an sich ist und bleibt es keine Innovation, sondern wildes Gekloppe – das natürlich Spaß macht für eine Weile. Es ist ein Hardcore-Erwachsenen-Casual-Spiel in feiner Verpackung – aber leider ohne die Tiefe eines Erwachsenen.