Die Abgesänge auf den PC werden über die Jahre immer lauter. Erst waren es die Netbooks und aktuell sind es iPad & Co, die den guten alten PC angeblich überflüssig machen. Bei den Games haben eh seit Jahren die PlayStation3, Xbox 360 und die Wii die Nase vor. So ganz falsch ist vor allem letzteres nicht, aber auch nicht richtig. Denn laut der „PC Gaming Alliance“ wachsen die Einnahmen im Games-PC-Bereich weltweit seit Jahren stetig um rund 15 Prozent und erreichten im Jahr 2011 eine Rekordmarke von 18,6 Milliarden US-Dollar.

Für die beeindruckenden Zahlen sind vor allem drei Faktoren entscheidend: Das rasante Wachstum von PC-Spielen in Asien – und dort vor allem in China mit einem Plus von 27 Prozent . Zudem sind free-to-play Games, nicht zuletzt dank Erfolgsgeschichte wie der von Bigpoint, weiter auf dem Vormarsch. Drittens wurden in 2011 einige Titel zu weltweiten Blockbustern, wie unter anderem Skyrim, Battlefield 3, Call of Duty: Modern Warfare.

 Die Zahlen der PC Gaming Alliance sind mit großer Vorsicht zu genießen, denn schließlich handelt es sich um ein Lobbykonsortium, dem u.a. AMD, Epic Games, Intel, Capcom angehören und das ein massives Interesse daran hat, den PC-Markt zu pushen. Trotzdem: Beobachter und Branchenkenner schauen gerne auf die westlichen Märkte und vergessen, dass es auch ein extrem großes MMO-Potenzial in China gibt.Von den meistverkauften chinesischen Spielen werden wir noch weniger hören als von den japanischen Kassenschlagern – aber es ändert nichts daran, dass der PC global betrachtet für die Publisher, Entwickler und Gamer ein interessantes Medium ist. Darüber hinaus könnten auch hierzulande mehr Blicke auf den PC gerichtet werden, wenn sich die Unterschiede zu den Konsolen in Grafik und Performance (noch) signifikanter in Richtung PC verschieben.