So fein die PlayStation Vita als Handheld auch ist – langsam fragt man sich schon, wo die Spiele bleiben. Neue Spiele, große Spiele. Oder neuartige Spiele. Ankündigungen gab es wie Sand am Meer, nur liefert aktuell niemand. Auch was die Releasetermine für die anstehenden AAA-Kracher wie etwa Call of Duty oder Bioshock betrifft, hört man einfach nichts. Seltsam. Nun äußerte sich Ken Levine, Mastermind von Irrational Games und Macher von den hervorragenden Bioshock-Games, in der Wired und formulierte sein Unbehagen über die Ankündigungskultur in der Branche als solche und die zu Bioshock für die Vita im Speziellen.

So wurde er von Sony gebeten, Bioshock auf der letztjährigen E3 für die Vita frühzeitig auf einer Sony-Veranstaltung anzukündigen – obwohl das Projekt bei Irrational Games augenscheinlich nicht annähernd im Alpha-Stadium angelangt war, (noch) keine hohe Priorität genoss (und genießt) und es eigentlich auch nichts zu zeigen gab. Sein leichter Unwille ist durchaus nachzuvollziehen, ebenso dass man nicht „Nein“ sagt, wenn Sony als Partner um einen Auftritt bittet. Auch wenn es kaum etwas zu erzählen gibt. So versuchte Levine möglichst keine Versprechungen zu machen und auch keine größeren Erwartungen zu schüren. Übrigens: Diese Zurückhaltung zeigte er nicht bei der schon seit geraumer Zeit  laufenden Marketing-Maschine für  Bioshock: Infinite.

Wie dem auch sei: Man sieht, das ein zu großer Ankündigungs-Druck aus der Industrie am Ende des Tages zum Verdruss beim Kunden führt. Der wartet nämlich und wartet und wartet auf ein längst angekündigtes Spiel. Da laut Ken Levine Bioshock für die Vita momentan nur eine niedrige Priorität hat, weil das Team an Bioshock: Infinite arbeitet, können wir uns sogar freuen, wenn die Vita nach den zu erwartenden Bioshock: Infinite DLCs im Herbst 2013 erscheint. Sofern die Vita dann als Handheld noch relevant ist.