Angeblich entwickelt Valve für sein Gamingportal Steam derzeit eine eigene Konsole und wird diese auf der GDC nächste Woche oder im Sommer auf der E3 offiziell vorstellen. Das berichtet kotaku mit Bezug auf den anerkannten Tech-Blog The Verge. Offen ist, ob die Steam Box den klassischen Konsolen direkt Konkurrenz machen soll oder mit dem offenen “Android-Weg”, einer Mischung aus Hardware- und Softwarestandards, der offen für Dritthersteller ist, aus einer ganz anderen Richtung Druck ausüben möchte.
Die Steam Box soll selbstverständlich kompatibel mit den über Steam angebotenen PC-Spielen sein und auch diverse Peripherie-Geräte per USB unterstützen. Angeblich könnten sogar Konkurrenzsysteme wie Origin unterstützt werden. Über mögliche Spezifikationen wurde nicht berichtet. UPDATE: Angeblich existiert schon ein Mini-PC als Prototyp, mit einem Intel i7 Quad-Core, 8GB Ram und einem Zotac Z-68 Mainboard mit einer mobilen Onboard Nvidia-Grafikkarte. Es ist wohl auch gut möglich, dass es sich hier um ein privates oder ganz anderes eines Valve-Entwicklers handelt. Daher sind die Spezifikationsgerüchte mit besonderer Vorsicht zu genießen.
Aus meiner Sicht ist es eine hochinteressante Spekulation. In einer Zeit, in der sich die aktuelle Konsolengeneration dem Ende zuneigt und der PC als Spieleplattform schwächelt, könnte Valve schon aus einem Überlebensinstinkt heraus neue Wege gehen. Denn während es ruhig um die Wii U wurde und es angeblich von Sony-Seite zur PS4 in 2012 gar nichts zu berichten gibt, ist man bei der neuen Xbox noch im Gerüchtestatus um den Codenamen Durango. Derzeit scheint Platz genug für eine neue Konsole zu sein.
Der offene Ansatz könnte sehr erfolgversprechend sein, mit Bezug auf Android könnten auch Dritthersteller versucht sein Geräte auf Steam-Basis herzustellen. Neben den hohen Entwicklungs-, Vertriebs- und Marketingkosten sehe ich als größtes Erfolgshindernis das, sagen wir mal…, diffuse Image von Steam. Geliebt für Half Life und als Plattform für Independent Games - und gehasst als Datensammler und rigider Kopierschützer. Sollte es sich herausstellen, dass eine weitere Datenkrake nach uns greift, könnte es schwer werden für Steam. Ansonsten steht ihnen die Welt offen.

